Nov 16 2008

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Girokonto: Muss mit einer Verschlechterung der Konditionen gerechnet werden?

Abgelegt unter Konditionen

Banken haben in den vergangenen Monaten viel Geld verloren. Leider häufig nicht eigenes Geld. Muss jetzt, analog zum privaten Kapitalanleger, gespart werden?

Beobachtung bei der Volksbank

Dieser Gedanke ging mir durch den Kopf, als ich die örtliche Filiale der Volksbank besuchte. Wurde mir noch vor wenigen Monaten das kostenlose Girokonto mit einer Guthabenverzinsung von 2 Prozent angeboten, sind die Zinsen nun wegrationalisiert. Zwar ist das Girokonto immer noch kostenlos (ab einem Geldeingang von 750 Euro monatlich) – aber die Zinsen sind nicht mehr da.

Volksbank Memmingen - eine von über 200 Volksbanken

Volksbank Memmingen - eine von über 200 Volksbanken

Bei Direktbanken keine Veränderung

Vermutlich ist die Konditionsverschlechterung bei der Volksbank Memmingen eine Ausnahme, da der Kampf um Kunden im Girokontosegment mit kostenloser Kreditkarte, zinsgünstigem Dispo bis hin zu Bonuspunkten zwischen den Direktbanken weiter intensiv tobt.

DKB - kommt seit Jahren ohne Konditionsänderungen aus

DKB - kommt seit Jahren ohne Konditionsänderungen aus

Linktipp: Girokontovergleich bei optimal-banking

Bildmaterial: Volksbank Memmingen, DKB

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Nov 09 2008

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Münchner Börsentag, mein Besuch

Abgelegt unter Treffpunkt

Börsentag in München - Besucher willkommen!

Börsentag in München - Besucher willkommen!

Christian Gewiese von goyax.de (Börse und Finanzen) lud mich zum Münchner Börsentag ein. Ein Blick auf die Ausstellerliste – und mein Entschluss stand fest, das Gespräch mit Umwelt-Aktiendepots, ING-DiBa, einer österreichischen Bank und einigen mehr zu suchen.

Der Erste Eindruck

Provinziell – war mein erster Gedanken beim Betreten der Ausstellungsräume im neuen Forum in München. Und tatsächlich war der Ansturm auf Werbekugelschreiber, Bonbons und DVDs in den ersten Stunden unübersehbar.

Die Vorträge

Mittags besuchte ich zwei Vorträge. Beim Referenten Norbert Betz von der Münchner Börse fehlten die Hälfte der Folien der unterstützenden Powerpoint-Präsentation. Obwohl er mehrmals betonte, dass er genau den selben Vortrag „Börsenpsycholgie – so vermeiden Sie die häufigsten Fehler“ seit 10 Jahren hält, fand ich ihn interessant, weil ich mich darin wiederfand. So ging es ebenfalls den Zuhörern links und rechts von mir.

Die Gespräche

Deutsche Bundesbank infomierte über echtes und gefälschtes Bargeld

Deutsche Bundesbank infomierte über echtes und gefälschtes Bargeld

Am Nachmittag, die meisten Kugelschreibersammler waren verschwunden, ergaben sich interessante Gespräche mit der Bundesbank. Sie informierte über Falschgeld und wie man es vom echten sicher unterscheiden kann.

ING-DiBa, Murphy&Spitz und Svea Kuschel

Der Infostand der ING-DiBa löste keine Begeisterung bei mir aus. Ich habe den Eindruck, dass die Bank sich nicht weiterentwickelt. Anders das Gespräch mit Martin Nieswandt von Murphy&Spitz (Umwelt-Aktiendepots). Mehr darüber wird es in einem Interview im Bankkundenforum geben.

Die Ausstellerinnen Svea Kuschel + Kolleginnen haben mich fasziniert – und tatsächlich: Finanzdienstleistungen von und für Frauen. Ein Thema, das ich demnächst aufgreifen werde.

Die Österreicher

Die Krönung war ein österreichischer Banker, der mir die Story verkaufen wollte, der deutsche Staat könne sich einfach so in mein ING-DiBa-Depot einloggen, um nachzusehen, wie viele Aktien ich von Beate Uhse im Depot hätte.

Liebe Österreicher, wer solche Propaganda betreibt, wird vermutlich mit dem Gefühl Angst neue Kunden gewinnen, arbeitet aber definitiv unseriös. Mit diesen Worten brach ich das Gespräch auch ab.

Dass es besser geht, zeigte mir ein anderer Aussteller aus Österreich, der zwar betonte, dass seine Wiener Bank sich nicht für die Steuerehrlichkeit des Kunden im Nachbarstaat interessiere, mir aber den sauberen und rechtlich einwandfreien Weg vorstellte.

Beate Uhse zum Abschluss

Ausschnitt der Aktie von Beate Uhse

Ausschnitt der Aktie von Beate Uhse

Zum Abschluss kaufte ich tatsächlich am Stand „Historische Wertpapiere“ eine Aktie von Beate Uhse, auf dem drei Frauen abgebildet sind. Der Verkäufer versprach mir, dass unter Geldscheinprüfgeräten noch zwei weitere erkennbar seien. Also lernten ebenfalls die Beamten der Bundesbank Aktie und Abbildungen kennen.

Auch das gab es: freundliche Umfragen

Auch das gab es: freundliche Umfragen

Bildmaterial: Münchner Börsentag · Deutsche Bundesbank · Beate Uhse · Sucden

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Nov 02 2008

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Tagesgeld oder Festgeld? Eine Frage, die mir häufig gestellt wurde

Abgelegt unter Geldanlage

Festgeld-Werbung einer Bank. Lässt sich damit das aktuelle Zinsniveau langfristig sicher?

Festgeld-Werbung einer Bank. Lässt sich damit das aktuelle Zinsniveau langfristig sicher?

In den vergangenen Wochen wurde mir häufig die Frage gestellt, wie sich die Zinsen beim Tagesgeld entwickeln werden. Die Fragenden überlegten, ob sie mit Festgeld den aktuell hohen Zinssatz von mehr als 5 Prozent für mehrere Jahre sichern sollten oder ob sie noch auf weitere Zinssprünge warten könnten.

Tagesgeld und der europäische Leitzins

Zwischen 2003 und 2007 zogen die Zinsen für Tagesgeld meist an, wenn der europäische Leitzins angehoben wurde, was auch regelmäßig passierte. Nur wenige Anbieter boten mehr als den Leitzins.

Heute liegt die europäische Zinsvorgabe bei 3,75 Prozent und eine Fülle von Anbietern bietet mehr als diesen Satz. Für neue Kunden bzw. frisches Geld werden bis zu 5,75 Prozent gezahlt. Festgeldanbieter liegen ebenfalls über dem Leitzins.

Rot: Leitzins Euroraum - blau: Leitzins USA

Rot: Leitzins Euroraum - blau: Leitzins USA

Woran liegt das?

Die Banken brauchen Geld. Untereinander gibt es viel Misstrauen, sodass sie sich nur begrenzt und zu hohen Zinssätzen gegenseitig Geld leihen.

Dies ist aber täglich notwenig, da die eine Bank am Tag A mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt, und bei der anderen ist es umgekehrt. In einem funktionierenden Markt bekommt die erste Bank „über Nacht“ Geld von der zweiten Bank. An Tag B kann das schon wieder umgekehrt sein.

Wie lange hält das hohe Zinsniveau noch an?

Bis die Bankkrise überwunden ist. Steigt das Vertrauen unter den Banken, was passieren wird, immerhin bieten immer mehr Staaten Garantien für Kreditlinien an, dann werden die Zinsen wieder Richtung Leitzinsniveau sinken.

Bis dahin kann es aber bei einigen Banken noch Steigerungen geben. Andere Banken werden schon vorzeitig die Zinsen senken, weil ihnen das Tragen der zusätzlichen Zinslast schwer fällt.

Bildmaterial: Mercedes-Benz Bank, Wikipedia

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Okt 26 2008

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Kostenloses Bargeld über Cash Group

Abgelegt unter Bargeldversorgung

Wer Wert auf einen möglichst häufigen Zugang zu gebührenfreien Geldautomaten legt, der hat mehrere Möglichkeiten.

Heute möchte ich anhand des Girokontos der Dresdner Bank, das mit dem Zusatz „kostenlos“ beworben wird, den Geldautomatenverbund Cash Group vorstellen.

Diese Banken sind im Geldautomatenverbund <strong>Cash Group</strong>

Diese Banken sind im Geldautomatenverbund Cash Group

Das ist das Girokonto der Dresdner Bank

Das Beantragen des Kontos bei der Dresdner Bank scheint sehr einfach zu sein. Der Interessent erfährt aus der übersichtlichen Darstellung, dass die Kontoführungsgebühr von monatlich 4,95 € entfällt, wenn der Geldeingang über 650 € liegt. Allerdings fällt eine Gebühr von 1,50 € pro papierhafter Transaktion an, zum Beispiel beim Einlösen eines Schecks. Die Visa Card ist kostenlos, aber nur im ersten Jahr, später soll sie 30 € jährlich kosten.

Beim dritten grünen Häkchen erfährt man: „Über 7.000 Geldautomaten der Cash Group“ bieten Zugang zu kostenlosem Bargeld.

Was ist die Cash Group?

Ende der 90er Jahre verabredeten die großen deutschen Privatbanken einen gemeinsamen Geldautomatenverbund zu schaffen, bei dem die Kunden der Mitgliedsbanken gebührenfrei alle Geldautomaten nutzen können.

Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank, HypoVereinsbank und Postbank sind die Institute, die sich von Anfang an beteiligten. Mittlerweile sind die Direktbanken der Erstlinge (z. B. comdirect) und die aufgekauften Bankhäuser (z. B. Norisbank) ebenfalls der Cash Group angeschlossen.

Nach dem Geldautomatennetz der Sparkassen und der Volksbanken liegt die Cash Group an dritter Stelle, was die Anzahl der Ausgabeautomaten betrifft. Allerdings liegt ihre Stärke vor allem in dicht besiedelten Gebieten. Auf dem Land kann der Weg zum nächsten kostenlosen Automaten länger sein. Mit etwa 2.300 Geldautomaten belegt der Cash Pool Platz 4.

Dresdner Bank macht das Beantragen leicht, aber?

Vielleicht wollten die Webdesigner der Dresdner Bank nicht, dass jemand vom Beantragen des Kontos abgelenkt wird – soviel ich auch rumgeklickt habe, ich konnte die ausführlichen Kontobedingungen nicht finden.

Kostenloses* Girokonto der Dresdner Bank

Kostenloses* Girokonto der Dresdner Bank

Vielleicht finden Sie sie? www.dresdner-direct24.de.

Bildmaterial: Cash Group, Dresdner Bank

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Okt 19 2008

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Schweden: Bargeld wird kaum benötigt

Abgelegt unter Europa

Unterwegs auf schwedischer Landstraße

Unterwegs auf schwedischer Landstraße

Ein Land in dem es keine Staus gibt? Einige Tage dieser Woche verbrachte ich in Schweden. Mit dem Auto fuhr ich von Trelleborg über Växjö bis Stockholm. Auf dem Rückweg ging es über Helsingborg. Auf den gut ausgebauten Straßen erlebte ich keinen einzigen Stau.

Wenig Bedarf an kostenlosem Bargeld

Für die Schweden ist der kostenlose Zugang zu Bargeld an möglichst vielen Automaten kein bevorzugtes Thema. Die meisten Zahlungen werden mittels Geld- oder Kreditkarte erledigt. Es wurden sogar schon Diskussionen geführt, ob man das Bargeld gänzlich abschaffen sollte, um die Kosten für die Herstellung und Verwaltung zu sparen.

Mehr Minusgeld als Guthaben auf der Bank

In Schweden lebt man gerne von dem Geld, was man zukünftig verdient. Kredite sind sehr beliebt, man kann in bequemen Raten zahlen. Die Krönung ist der sogenannte SMS-Kredit. Beim SMS-Kredit kann man sich Kleinstbeträge borgen. Zum Beispiel 1000 Kronen (umgerechnet ca. 100 €), wenn man sich irgendein Dings kaufen möchte.

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Okt 12 2008

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CEO-Weblog startet

Abgelegt unter ceo!

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie kennen vermutlich einige der Internetprojekte, die ich initiiert habe. Viele haben sich prächtig entwickelt und dienen täglich tausenden Menschen als Informationsquelle.

Es erfüllt mich mit Freude zu sehen, wie die Internetseiten genutzt werden. In den meisten Fällen werden Informationen eingeholt. Zum Beispiel, wenn jemand nachliest, welche Bank gerade das attraktivste Tagesgeldangebot bietet. An anderer Stelle beteiligen sich die Leser, indem sie Erfahrungsberichte einsenden oder an Diskussionen teilnehmen.

Man könnte also fragen, warum dieses weitere Weblog?

Dieses Blog möchte ich einsetzen, um über aktuelle Entwicklungen in der Branche der Banken, das schließt insbesondere die Bankkunden mit ein, zu berichten. Gelegentlich werde ich Informationen über die von mir initiierten Webprojekte preisgeben, die bisher unveröffentlicht geblieben sind.

Den Nutzwert für jeden einzeln Leser im Vorfeld festzulegen – das geht nicht. Sie können sich aber auf meine informierende, zeitweise jubelnde, kurzweilige oder anklagende Schreibweise verlassen.

Gregor Janecke
ceo!

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